Magen-Darm-Sanierung

Ein funktionierender Verdauungsapparat ist die unabdingbare Voraussetzung für unser allgemeines Wohlbefinden. Nahrungsmittelintoleranzen sind daher möglichst früh zu erkennen und zu berücksichtigen.

Die untenstehenden Irritationen des Magen-Darm-Traktes verursachen Stoffwechselstörungen und werden in unserer Ordination behandelt.

Bestimmte Nahrungsmittel haben Einfluss auf das Gewebshormon Histamin. Die Histaminreaktion wiederum ist verantwortlich für die pseudoallergischen Symptome. Typische Reaktionen von Pseudoallergien, also Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die wenige Minuten und bis zu mehreren Stunden dauern können, sind Kreislaufbeschwerden, Herzrasen, Erbrechen, Durchfall, Hautreaktionen (70-80% der Nahrungsmittelunverträglichkeiten äußern sich über die Haut!), etc.

Praktisch alle Nahrungsmittel können Allergien auslösen. Pseudoallergien sind individuell zu testen und bei folgenden Substanzen oft gegeben:

  • Kuhmilchprodukte
  • Weizen
  • Hefe
  • Kaffee
  • Zucker
  • Rotwein
  • Sekt
Die heriditäre Fruktose-Intoleranz kommt mit einer Häufigkeit von 1:130 000 vor und stellt einen angeborenen Mangel an Fruktosephosphataldolase dar. Als Folge dieses Enzymdefekts kommt es zu Leber- und Nierenschädigung sowie zu Hypoglykämien.

Fruktose wird als Monosaccharid über das GLUT-5 Transportsystem aktiv aus dem Darm aufgenommen.

Bei der Fruktosemalabsorption ist diese Aufnahme beeinträchtigt:

Störungen des intestinalen GLUT-5 Transportsystems, welches der limitierende Faktor für die Fruktoseaufnahme ist, können angeboren (sehr selten) oder erworben sein.

Das Nichtaufnehmen von Fruktose stellt den ersten Schritt in der Therapie dar. Auch sorbithaltige Lebensmittel und Medikamente sind unbedingt zu meiden, da Sorbit das GLUT-5-Transportsystem blockiert. Anfangs darf kein Obst gegessen werden, v.a. Trockenfrüchte, später sollte Obst mit Gluose kombiniert werden, da diese die Fruktoseaufnahme verbessert.

Folgende Lebensmittel weisen einen hohen Fruktosegehalt auf:

  • Trockenobst
  • Rosinen
  • Feigen
  • Datteln
  • Zwetschken
  • Orangen
  • Fruchtsäfte
  • frisches Obst
  • Kompott
  • Marmelade
  • Honig
  • Bier
Die Laktoseintoleranz ist der am besten untersuchte Enzymdefekt des Kohlenhydratmetabolismus. Laktoseintoleranz gründet sich auf ein Missverhältnis zwischen zugeführter Laktose und Laktaseaktivität. In Mitteleuropa kommt dieses Krankheitsbild etwa bei 30% der Bevölkerung vor.

Nach dem Verzehr von Milch oder Milchprodukten treten Symptome eines Reizdarmes mit Gärungsdyspepsie auf; Meteorismus, Diarrhöe, Schmerzen bis Koliken gefolgt von schleimigem Stuhlabgang sind typisch. Die Intensität der Symptomatik hängt vom oben angesprochenen Missverhältnis zwischen Menge der zugeführten Laktose, der Restaktivität der Laktase, sowie der intestinalen Darmflora ab.

Zu bedenken ist, dass in vielen industriell zubereiteten Lebensmitteln Milchzucker oder Milchpulver beigemengt ist. Schokolade, Kekse und fertige Tellergerichte sind oft reich an Milchzucker. Auch im medizinischen Bereich wird Milchzucker als Füllstoff für Tabletten verwendet.

Das Auftreten einer symptomatischen Candidose ist immer Zeichen einer Schwächung oder Überbelastung des Immunsystems. Das Aufspüren der dahinter liegenden Ursachen ist besonders für die Langzeitprognose wichtig.

Typische Symptome einer Candidose wären etwa Müdigkeit, Mattigkeit, Lustlosigkeit, Gärungsdyspepsie, Meteorismus, Lebensmittelintoleranzen, ein spastischer und hypotoner Darm und eine Radixstauung.

Die Therapie der Candidose ist immer eine Kombination aus Diät und orthomolekularer Therapie.

Etwa 25% der Bevölkerung haben einen intestinalen Parasitenbefall. Angesichts der immer stärker zunehmenden Reisetätigkeiten kann die Durchseuchung vor allem bei Kleinkindern noch höher sein. Hierbei wird die Barrierefunktion des Darmes durch Stoffwechselprodukte der Parasiten gestört.

Kennzeichnend für die Parasitose ist, dass die Beschwerden wiederkehrend im Rhythmus der parasitären Generationszyklen sind. Auffallend ist das häufige Symptom des perianalen Juckreizes hervorzuheben.